Entschuldigung angenommen! – Wieder Frieden nach „Grübbl-Baam“-Skandal

Der „Grübbl-Baam“ der Serwichhäuser Feuerwehr hat im letzten Jahr für viel Furore gesorgt. „Wunderschön, aber anders als andere“, titelte unter anderem die MAINPOST. Der Volkszorn kochte über dieses harte Urteil, die eingeschüchterte Journaille ruderte zurück. Reumütig erklärten sich die Vertreter der SAALE-ZEITUNG bereit für das Jahr 2018 den nächsten Weihnachtsbaum zu spenden.

Gesagt, getan. Da der Dorfplatz noch immer durch die Baustelle im Matsch versinkt, griffen die pfiffigen Schreiberlinge zu einer Notlösung, die noch dazu sehr nachhaltig ist: Ein junger Weihnachtsbaum in einem Topf. Bei einem gemütlichen Umtrunk mit Bratwurst, Glühwein und Waffeln wurde dieser am 1. Dezember 2018 den Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr Serwichhausen überreicht.

Redaktionsleiterin Susanne Will (rechts) übergibt dem Serwichhäuser Tobias Schodorf (links) den symbolischen Weihnachtsbaum (Mitte). Stummer Zeuge: Der Regenschirm (ganz rechts). Foto: Thomas Malz /inFranken

Im Außenbereich des alten Kindergartens war alles angerichtet für dieses harmonische Fest der Wiederversöhnung zwischen aufopferungsvollen Helden des Ehrenamts und den zynischen Baumverächtern der Presse. Wie versprochen legte auch die Redaktionsleiterin Susanne Will selbst Hand an und zauberte mit ihren Kollegen feinsten Waffelduft in den Serwichhäuser Abendhimmel. Wie Marco Hornung stolz berichtete, war das Fest ein voller Erfolg. Statt der üblichen 120 Würste wurden dieses Mal 200 Bratwürste verkauft!

Nachdem die Serwichhäuser Feuerwehr durch den Verkauf der Würste und Waffeln zunächst zur Herzverfettung beigetragen hat, möchte sie vom Erlös einen Defibrillator anschaffen. Jürgen Müller vom Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen war deshalb auch vor Ort und erklärte die Funktionsweise der lebensrettenden Geräte.

Auf inFranken berichteten die geläuterten Journalisten von einem schönen Versöhnungsfest, bei dem kein Auge und keine Kehle trocken bleiben musste.  Da können die Serwichhäuser auch treffende Beschreibungen ihres alten Weihnachtsbaumes verschmerzen, wie es in einem älteren Beitrag heißt:

„Um bei der Wahrheit zu bleiben: Diesen Baum konnte tatsächlich nur eine Mutter lieben. Schief, krakelig mit großen Lücken und Zweigen, die lieber auf dem matschigen Kopfsteinpflaster lungerten, als sich geschmückt zu strecken. Überhaupt, der Schmuck: Das sah nach echten Feuerwehrmännern aus und nicht nach feinsinniger Handarbeit.“

So oder so: Der „Grübbl-Baam vo Serwichhausen“ hat trotz seines hässlichen Äußeren am Ende doch etwas Gutes bewirkt. Eine gute Nachricht für alle Großwenkheimer.

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One Reply to “Entschuldigung angenommen! – Wieder Frieden nach „Grübbl-Baam“-Skandal”

  1. Hallo, ihr Gehrigs,
    hab mich kuglich gelacht bei dem Christbaum-Film. Und der Ferdl im Feuerwehrauto, klasse. Überhaupt find ich die Sach mit Serwichhausen genial. Nur den Ferdl, den sieht man so selten. Was treibt der denn sonst so?
    Also, wenn der Ferdl des mal lesen sollt, dann könnt er sich ja erinner an sein Lehrer in BK, also da in der Hauptstadt, wo er die letzten zwee Hauptschuljahr im Exil verbracht hat.
    Und dann könnt er sich ja meld, vielleicht, so per Email.
    Bis dahin schöne Weihnachten!
    Der Alois von der Kliegl-Schul

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